Kunst der Versöhnung: Salzburgs Landestheater 2026/27 | Neue Stücke, Opernraritäten & Ballett (2026)

Das Landestheater Salzburg präsentiert eine vielversprechende Spielzeit mit dem Motto "Die Kunst der Versöhnung", das sowohl Klassiker als auch moderne Entwicklungen umfasst. In einer Zeit, die von Konflikten geprägt ist, zielt das Theater darauf ab, einen Raum für Versöhnung zu schaffen. Carl Philip von Maldeghem, Intendant des Theaters, betont die Bedeutung dieses Themas, das sich wie ein roter Faden durch das Programm zieht. Im Schauspielbereich wird die Komödie "Krach in Chioggia" von Carlo Goldoni inszeniert, die einen liebevollen Blick auf eine nicht gerade harmonische Dorfgemeinschaft wirft. Nuran David Calis, Schauspieldirektor, wird diese Produktion leiten. Eine Uraufführung, die den Sport mit einer Familiengeschichte verwebt, wird ebenfalls präsentiert: "Das österreichische Fußballwunder" von Sarah Henker und der investigativen Redaktion. Amir Gudarzi, der österreichisch-iranische Autor, wird sich mit Aischylos' "Die Perser" beschäftigen und neue Perspektiven ermöglichen. Carla Bender, Dramaturgin und Autorin, wirft in ihrem ersten Theaterstück "Hysteria" einen Blick auf das (Nicht)-Muttersein und die lange Beziehung zwischen Katzen und Frauen. Eine weitere Uraufführung, die mit der investigativen Redaktion entsteht, verspricht einen überraschenden Theaterabend. Die Opernsaison eröffnet mit Gioachino Rossinis "L’italiana in Algeri", gefolgt von einer halbszenischen Produktion von "Tosca" mit Thomas Wizany. Operndirektorin Katrin König erfüllt sich mit der Aufführung von Jacques Offenbachs "Robinson Crusoe" einen lang gehegten Wunsch. Das Landestheater gräbt auch eine Rarität aus: "L’armore artigiano", eine musikalische Verwechslungskomödie von Florian Leopold Gassmann, dem Lehrer und Mentor von Antonio Salieri. Eine weitere Uraufführung, die aus dem Buch "Eine Abenteuerreise durch das Universum" von Stephen Hawking und seiner Tochter entsteht, wird ebenfalls präsentiert. Im Musicalbereich plant das Landestheater eine Bearbeitung des Musik-Fantasyfilms "Tschitti Tschitti Bäng Bäng", sowie Wiederaufnahmen von Monty Pythons "Not the Messiah" und "The Sound of Music". Die Produktion "BodyBeat" verbindet Ballett mit Club Sounds. Erstmals seit 50 Jahren wird der Ballettklassiker "Giselle" wieder auf dem Spielplan stehen. Für das junge Publikum gibt es Stücke wie "Rennschwein Rudi Rüssel", "Die Edelweißpiraten", "Kleiner Werwolf" und Christine Nöstlingers Klassiker "Anna und die Wut" als Tanzstück. Das Theater wird auch als Erinnerungsraum dienen, indem es das grauenvolle Thema "Menschensafaris von Sarajevo" während des Bosnienkriegs thematisiert. Die aktuelle Spielzeit verläuft bisher zufriedenstellend, mit einer leichten Zunahme der Abonnements und einer stabilen Auslastung von 83 Prozent. Das neue Ticketsystem, das online deutliche Verbesserungen bringt, hat sich bereits bewährt. Bernhard Utz, kaufmännischer Direktor, betont die technischen Fortschritte und die problemlose Umstellung.

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Author: Geoffrey Lueilwitz

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